Kleinen Moment bitte, die Seite wird geladen…

TypoBlog

Beiträge zur Typografie und Design

Aspekte lebendiger Gestaltung

Einblicke in Designergebnisse von »Typografie intensiv«

 

Gegen Ende des Seminars »Typografie intensiv« werden Aufgaben und eigene Ansprüche immer größer. Was intensiv erfahren und erprobt wurde wie Schriftwahl, Raster, Farbstimmung und Komposition fließen in den Projekten zusammen. Dabei sind die Arbeiten der einzelnen Teilnehmer sehr unterschiedlich. Jeder bringt eben auch seine eigene gestalterische »Biografie« mit. Diese Vielfalt wird angenommen, denn im Seminar wird nicht nach einem vorgefassten Gestaltungsbild unterrichtet.

 

Lesen und Lesevorbereitung

Die typografische Regel ist ein scheues Reh. Texte zur Typografie

Die These: Eine wesentliche Aktivität beim Lesen liegt in der Vorbereitung.

Lesen ist Arbeit, diese soll flüssig vonstatten gehen. Arbeit will vorbereitet werden – will strukturiert, organisiert sein, damit sie auch zu Ende gehen kann. Wird Arbeit geplant, nennt man das Arbeitsvorbereitung. Man schlägt ein Buch auf, schaut die ersten Seiten an. Dabei stellen sich die Fragen: Was ist los im Buch? Was steht wo? Was muss ich zuerst lesen? Was kann warten? Was ist wichtig, was unwichtig? Was lese ich linear, was muss ich studieren, vergleichen, nachschauen. Gibt es Verzeichnisse, wo muss ich sie einbinden? Welche Elemente kommen vor: Tabellen, Grafiken, Marginalien? Die typografischen Maßnahmen werden ermittelt. Die visuellen – typografischen – Reize werden bestimmten semantischen Bedeutungen zugeordnet und abgespeichert. Man weiß nun, wie die Überschrift aussieht oder dass ein Kolumnentitel zu erwarten ist. Man lernt die typografischen Maßnahmen und benutzt sie für spätere Prognosen: Nun erwartet man konkrete Formen für konkrete semantische Textarten.

Wie schön! oder Zu viel des Guten?

Gedanken zur Bielefelder Bibel

Wie schön!, war mein erster Gedanke beim Auspacken der Bielefelder Bibel. Kein Leichtgewicht, aber angemessen für ein Werk von Gewicht, und so austariert, dass die haltende Hand beim Lesen weiß, dass sie ein bedeutendes Buch hält. Ein angenehmer Leineneinband, fühlt sich echt an, angenehmes Papier und ein Seitenformat mit Platz.

Wirklich ästhetisch ansprechend. Dieses Buch unterstützt den Gestus des Lesens (ein besonderer Dank gebührt hier Klaas Huizings Ästhetischer Theologie fürs Augenöffnen).

Rollen oder Schlagen?

Überlegungen zu einer Grundaufgabe der Typografie
Mögen Sie den Film »Casablanca«? Wenn nicht, nehmen Sie für die folgende Überlegung einen Film, den Sie mögen. Gesetzt den Fall Sie möchten sich noch einmal die Szene mit dem berühmten Satz »Ich schau dir in die Augen« ansehen. Was tun Sie? Suchen Sie das Zitat im Internet und geben in der Videosteuerung des Films die genaue Position 1:33:39 (oder 1:37:41 je nach Fassung) ein, um exakt diesen Spruch zu Gesicht zu bekommen? Nein? Sie steuern stattdessen grob den Schluss des Films mit der Szene an und lassen sich erneut vom Filmgeschehen in Bann ziehen – und entdecken, dass der Satz doch ein wenig anders fällt, als in Ihrer Erinnerung? Und außerdem haben Sie inzwischen fast 20 Minuten des Films erneut angeschaut? Dann sind wir beim Thema. Rollen oder Schlagen.

Das ewige Buch: Die Bibel

Standards zum Wesentlichen

Typografie der Bibel im 20. und beginnenden 21. Jahrhunderten
Bibel und Typografie sind zwei Begriffe, die seit Jahrhunderte miteinander verschränkt sind. Für die Typografie bedeutete das mit dem Beginn des Druckens die »B 42«, die 42-zeilige Bibel, die Johannes Gutenberg in seiner Werkstatt gedruckt und herausgebracht hatte. Seitdem ist die Typografie der Bibel immer wieder Thema von Verlegern und Typografen.

Buchbesprechungen

Besprochene Bücher in den »Vier Seiten« der tgm


Sie finden die Buchbesprechungen unter yumpu.com, archiv.tgm.online.de
(Ausgabenummer in Klammern)


Abdullah Rayan: Corporate Kosten (21)
Abdullah, Rayan: Piktogramme und Icons (28)
Aebi, Jean Etienne: Einfall oder Abfall (24)
Albers, Reinhard: Typocards (43)
Amelunxen/Appelt/Weibel: Notation (40)
Aynsley, Jermy: Grafik Design in Deutschland (14)
Bachmann, Ulrich: Farbe und licht (30)
Baines/Haslam: Lust auf Schrift (20)
Berzbach, Frank:Kreativität aushalten (43)
Bohatsch, Walter: Continnuosly (34) 

Typografie in der Wissensvermittlung

Was macht sie besonders?

Typografie ist ein sehr komplexes mitunter hochaufwendiges Geschäft. Die Anforderungen erwachsen aus der großen Bandbreite der Texte und den Anforderungen, die diese stellen. Um das zu erläutern, versuche ich eine Übersicht der Texte nach typografischer Komplexität. Dazu beschreibe ich einige grundsätzliche Aspekte der Typografie, um dann am Ende erläutern zu können, warum angemessene Typografie so sehr auf hochausgebildete Experten angewiesen ist.

Drei Buchlieblinge

Standards zum Wesentlichen

Es gibt Bücher, die schon lange meine Arbeit begleitet haben. Deren Inhalt waren für neue Erkenntnisse sehr wichtig. Aber diese Vertrautheit ist geblieben. Drei dieser wunderbaren Bücher stelle ich hier vor. Es sind tatsächlich »Standards« der Typografie und Gestaltung. 

War die Neue Typografie wirklich so neu?

Ein neuer Blick auf die 1920er Jahre

Beim Begriff »neuer Typographie« denken wir an Tschichold, bauhaus und das weitere Umfeld. War das in der Zeit der 20er Jahre wirklich so dominant und tatsächlich bestimmend? Liest man beispielsweise in den Biografien von großen Verlegern des 20. Jahrhunderts oder befasst sich mit der Geschichte der Druckereien so ergibt sich ein differenzierteres Bild. Wer war bestimmend für den Typographischen Stil dieser Zeit? Müssen wir umdenken?

Studien zur Typografie

Abschlussarbeiten im Seminar »Typografie intensiv«

Praxis und Theorie kommen sich in der heutigen Aus- und Fortbildung immer näher. Deren Notwendigkeit ist vielleicht nicht so neu. Doch erweist sich gerade dies für »betonte« Praktiker sehr schnell bei der intensiven Beschäftigung mit einem Detailbereich aus der Gestaltung oder dem nachhaltigen »Studieren« eines Themas.