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TypoBlog

Beiträge zur Typografie und Design

Mikro, Meso, Makro, Para

Überlegungen zu einer praktikablen Einteilung typografischer Bereiche
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In meinem Buch Typografie intensiv (Bonn 2001) bin ich dem Thema etwas ausgewichen mit den Kapiteleinteilungen

Mikrotypografie

Schrift

Doppelseiten

Visualisierung

Lesen.

In Seminaren und Kursen sprach ich sehr wohl auch von Makrotypografie, betonte aber, dass ich den Übergang vom Mikro- auf Makrotypografie etwas unklar finde. Das empfinde ich heute unpräzise und möchte es neu und brauchbarer definieren.

Die Setzer-Lehrbücher der Bleisatzzeit befassten sich vor allem mit dem Lernen der Satztechnik. Erst in der Zeit des Fotosatzes ist ein systematischer Ansatz zur Typografie spürbar. So verwendet Philipp Luidl in seinem Buch Typografie. Herkunft, Aufbau, Anwendung (Hannover 1984) im Kapitel »Der Aufbau« die Rubriken: Das Wort, die Zeile, die Seite. Zwischen der puren Typografie und der Gestaltung selbst unterscheiden manche Autoren nicht, sondern fügen die Themen zusammen. Emil Ruder nennt sein Buch Typografie (Niederteufen 1967). Erst im Inhaltsverzeichnis bekommt es dann einen Untertitel: Ein Gestaltungslehrbuch. Und hier ist die Typografie nach den Gesichtspunkten der Gestaltung aufgebaut. Albert Kapr und Walter Schiller vereinen ebenfalls Typografie und Gestaltung. In ihrem Werk Gestalt und Funktion der Typografie (Leipzig 1977) gibt es zwei Kapitel, die sich mit der Typografie an sich befassen: Von den Bausteinen und der Bauweise, sowie: Hervorheben, Auszeichnen, Ordnen. Die Bereiche der Gestaltung sind aber so komplex, dass diese eine eigene Systematik und Einteilung benötigt, was im Blick auf die Designtheorien zu untersuchen wäre.

Prinzipiell geordnet findet man in Knut Barthels Materialien zur Typografie. Ansätze zu einer Zeichensystematik (Bremen 1981): Wort, Buchstabe, Zeile,  Textgruppe, Seite / Doppelseite, Werk. In der Beschreibung zu dieser Infografik geht es aber vor allem um syntaktische Behandlungsfragen die als Beispiele zum Teil im Text auf der selben Seite schon diskutiert werden. Jedoch führt diese Diskussion weg von einer praktischen Betrachtung. 

 

 

 

Jost Hochuli schreibt in Das Detail in der Typografie (Wilmington: Compugraphic, 1987): »Während sich die Makrotypografie – die Großtypografie, die typografische Anlage, auch Layout genannt – mit dem Format, der Größe und Platzierung der Satzkolumnen sowie der Abbildungen, mit der Organisisation der Titelordnung und der Legenden befasst, fallen unter den Begriff der Mikrotypografie die folgenden Einheiten: Buchstabe, Buchstabenabstand/Wort, Wortabstand/Zeile und Zeilenabstand/Kolumne«. 

In einer dazugehörigen Fußnote schreibt er: »Der Begriff ›Mikrotypografie‹ ist zum erstenmal vom Verfasser anläßlich eines Vortrags vor der Typographischen Gesellschaft München, am 19. Oktober 1982, verwendet worden. Er hat sich seither in der Fachwelt eingebürgert, kann aber ebenso gut durch das weniger prätentiöse Wort ›Detailtypografie‹ ersetzt werden.« 

Friedrich Forssman und Hans-Peter Willberg beschreiben in Lesetypografie (Mainz 1997) zwar die Bereiche der Mikrotypografie, sind aber nicht auf eine zusammenhängende Makrotypografie eingegangen. Dagegen wird die Bedeutung der Orthografie betont.

In Susanne Wehdes zeichentheoretischer und kulturgeschichtlicher Studie Typographische Kultur (Tübingen 2000) finden wir unter der Überschrift »Elementare, typographisch-syntaktische Flächenformen« eine Unterscheidung in drei Ebenen:

»1. Mikrotypograhische Sequenzierung zwischen Lettern innerhalb eines Wortes und zwischen Worten: das Wortbild.

2.  mesotypographische Komposition von Textelementen: der Zeilenverbund.

3. makrotypographische Gliederung des Textzusammenhanges: der Satzspiegel als textübergreifendes Ordnungschema.«

Karl Gerstner verwendet in seinem Kompendium für Alphabeten. Eine Systematik der Schrift (Teufen, 1972) die Begriffe ›Buchstaben-Bild‹, ›Wort-Bild‹ und ›Satz-Bild‹, die um das Druck-Bild, die Paratypografie ergänzt werden sollten. Das Buchstaben-Bild gehört streng genommen nicht zur Typografie. Es beschreibt das typografische Material. In früheren Setzer-Büchern wurde der Bereich der Schrift auch immer getrennt betrachtet.

Diese vielversprechenden Definitionen sollten wir genauer auf unsere praktischen Bedürfnisse hin untersuchen. 

Typography: Macro- und Microaestetics von Willi Kunz (Sulgen 1998) geht mehr von Themen der Gestaltung aus. Im Kapitel Macro- and Mikroaestetics des Buches stellt Kunz eine Mikroästhetik und eine Makroästethik  vor. Die haben zwar mit den Bereichen Mikrotypografie und Makrotypografie zu tun, jedoch sdoch mehr um ästhetische Betrachtungen: »Auf der makroästhetischen Ebene werden die primären optischen Komponenten eines Designs zuerst erkannt: Größe und Raumproportionen; Form, Komposition und die Farbe der Schlüsselelemente; die Struktur als Ganzes; und der Kontrast zwischen den primären Komponenten und dem Raum um sie herum. Makroästhetik fängt die Aufmerksamkeit der Leser zunächst ein und führt sie dann zur komplexeren mikroästhetischen Ebene.

Mikroästhetik umfasst die Form, Größe, Gewicht und Beziehung der zweitrangigen Elemente: Schriftbildcharakteristika; Buchstabenformen und Gegenformen; Leerräume zwischen Buchstaben, Wörtern, Zeilen und anderen graphischen Elementen. Obwohl es anfänglich so aussieht, als wäre die Makroästhetik wichtiger, spielt die Mikroästhetik die bedeutendste Rolle, was die Qualität und die Ausdruckskraft einer visuellen Komposition betrifft«.

Vom Aspekt des Gestaltens geht Ulysses Voelker aus. Nachdem er in read + play (Mainz 2015) über die Regeln der Typografie zunächst über Konzept und Entwerfen schreibt, heißt es: »Der Gestaltungsprozess umfasst zahlreiche Entscheidungen. Als Makrotypografie wird bezeichnet, was sich mit dem Layout befasst, die Wahl des Formats, die Anordnung und Gliederung von Texten [auf den Seiten oder dem Screen, rpg] und die Festlegung von Abbildungsgrößen. […] Die mikrotypografische Ebene umfasst alle Maßnahmen hinsichtlich der Schrift, ihrer Behandlung (Größe, Schriftschnitt, Laufweite, Zeilenabstand) sowie der Definition der Satzart und Satzbreite«.

 

Der Linguist Hartmut Stöckl fasst 2004 in seinem Aufsatz Typographie: Gewand und Körper des Textes – Linguistische Überlegungen zu typographischer Gestaltung (Zeitschrift für angewandte Linguistik (ZfAL 42 41, 2004, Seite 5-48.) das typografische Feld so zusammen:

 

 

 

Das Problem für die praktische Arbeit des Gestaltens ist allerdings dabei, das der Einbeziehung der Schriftgestaltung selbst. In sehr seltenen Fällen hängt die Gestaltung der Schrift (Font-Design) direkt mit der Gestaltung von Print- oder Digitalprojekten zusammen. Wir benützen fertig gestaltete und digitalisierte Schriften, weswegen sie ganz praktisch gesehen nicht zum Bereich der Typografie gehört.

Wir haben es also mit vielen sich überschneidenden oder auch sich widersprechenden Einteilungen zu tun.

Wolfgang Beinert unterscheidet in seinem typolexikon.de (Abruf 8-2-2020) lediglich Mikro- und Makrotypografie. Und in der Mikrotypografie taucht die Wahl der Schrift, aber nicht die Schrift selbst auf. »Mikrotypografische Schriftsatzarbeiten setzen sowohl produktionsfähige Drucktypen oder Fonts als auch einen in sich schlüssigen und fertigen makrotypografischen Entwurf im Rahmen eines Zwischenlayouts (siehe Layout) voraus«. Das bedeutet, dass weder die Schrift selbst, noch der Entwurf der Gestaltung zu den Bereichen Mikro, Meso, Makro, Para gehören. Im Übrigen werden bei Beinert die einzelnen Bereiche genau aufgezählt und auch auf Überschneidungen zwischen Mikro und Makro wird hingewiesen.

Ich versuche nun die Bereiche für die Typografie-Lehre neu zu ordnen. Das soll sich für die tägliche Arbeit der typografischen Gestaltung praktikabel auswirken. Ohne die Arbeit der oben besprochenen Autoren wäre das so nicht möglich gewesen. Ganz wesentlich für mich ist, dass die Schrift selbst als zunächst feststehender Bereich nicht zu Mikro oder Makro gehört. Traditionell verwenden Typografen Schriften, die andere gestaltet und realisiert haben. 

In die Paratypografie, die in der typografischen Praxis als Begriff zwar neu sein dürfte, aber für die Ergebnisse entscheidend, habe ich den Vorlauf von der Idee bis zum Entwurf aufgenommen, dazu Druckträger bzw. Sichtfelder (Papier, Screen), Produktform eingereiht. 

Die einzelnen Bereiche könnten so überschrieben werden:

Mikrotypografie: Alles, was sich auf einzelne Zeichen und deren Abstände zueinander bezieht;

Mesotypografie: Alles, was sich auf ganze Absätze bzw. kleine Texteinheiten bezieht;

Makrotypografie: Alles, was sich auf die Verhältnismäßigkeit mehrerer (typografischer) Einheiten auf einer Grundfläche (Seite) bezieht.

Paratypografie: Alles was darüberhinaus zur Gestaltung und zum Produkt an sich gehört.

 

Bereiche der Typografie 

(Gorbach-Entwurf in Anlehnung an Hartmut Stöckl)

 

 

Anmerkung

Die Idee,  die Einteilung der Typografie endlich zu formulieren, entstand nach Gesprächen und Anregungen mit Ulrike Borinski. Den Entwurf zu diesem Text konnte ich mit Gerd Fleischmann, Hartmut Stöckl, Oliver Linke und Michael Wörgötter per Mail diskutieren. So kamen wesentliche Anteile für diesen Beitrag hinzu, wofür ich allen herzlich danke, besonders Gerd Fleischmann für kritisches Lesen des Textes. Für die Übersetzung des Zitats von Willi Kunz danke ich Ingrid Steigenberger.

 

Lesbar, das Buch

Typografie in der Wissensvermittlung
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Für erfolgreiche Wissensvermittlung in gedruckten und digitalen Medien ist Typografie und Gestaltung wesentlich. In diesem Buch haben sich in 24 Beiträgen Fachleute aus ganz unterschiedlichen Disziplinen mit den Themen wie Lesbarkeit, Schriftwahl, Typografie und Layout, sowie dem Umgang mit Bildern auseinandergesetzt. Betroffene Medien sind vorrangig Schulbücher und Lehrbücher, aber auch alle Projekte im Umfeld von Lehren und Lernen. Didaktische Typografie wäre die hierfür eingängige Bezeichnung.

 

Typografie und Gestaltung zwischen 2000 und 2020

Eine Umfrage

Es gibt viele Gründe, weshalb ich so oft von wichtigen, für die Typografie wesentlichen, historischen Ereignissen spreche. Da sind die Bücher des 16. und 17. Jahrhunderts oder des Klassizismus, aber vor allem die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts mit dem Aufbruch zu einer neuen Typografie oder der Einfluss der Schweizer Typografie in der Jahrhundertmitte. Heute geht es aber um typografische Tendenzen unserer Zeit. Und dazu habe ich eine spontane Umfrage gestartet. Spontan waren auch die Antworten. Natürlich ist das statistisch gesehen keine repräsentative Umfrage.

Die Frage in der Umfrage lautete:

Was sind für Sie die wichtigsten oder eindrücklichsten Tendenzen in der Typografie von etwa 2000 bis heute? Gestaltung, Layout, Schriften.

Über eine 15-jährige Zusammenarbeit mit dem Illustrator und Grafiker Hansjörg Langenfass (1940 bis 2018)


Aus Begegnungen entstehen Kooperationen oder sogar Freundschaften. So erlebte ich es 1971 mit Hansjörg Langenfass. Mit Joost C. Bloemsma gründeten wir zu dritt eine Arbeitsgemeinschaft namens »bookteam«, wobei alle drei ihre bisherige Tätigkeit beibehielten. Jörg, wie wir ihn nannten, hatte gerade eine unerfreuliche Zusammenarbeit beendet; ich hatte mich soeben als Buch-Hersteller selbständig gemacht (einen Berufsstand, den es als »Freie« zuvor noch nicht gab) und Joost war fest angestellt in einem Buchverlag.

Das 11. Seminar »Typografie intensiv«

Ein Bericht
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Wie war’s, Die Frage an jedem Seminarabend, am Ende des ersten Moduls; besonders spannend für uns. Notiert hatte ich unter anderem: Freude über das neue Lernen; spannend sind die verschiedenen Ansichten der Teilnehmerinnen; spannende Gruppe; anstrengende Theorie, so viele Bilder, wieso so viel Theorie, kann man doch selbst nachlesen; macht Spaß  endlich wieder schneiden und kleben; wo sind die Regeln (Rezepte); abwechslungsreich – Theorie und Praxis ausgeglichen; echte Chance, voneinander lernen …

 

Exakt zeichnen

Philippine Heering
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Genau, originell, exakt, lebendig; Begriffe, die Philippine gefallen hätten. Ihre Illustrationen, Bilder, Zeichnungen waren davon beseelt. Als ich sie Anfang der 70er Jahre kennen lernte hatte sie ihr Studium des Zeichnens nach der Natur in Arnhem schon hinter sich, spielte sehr gut Querflöte, war eine Kennerin der alten, aber auch besonders der zeitgenössischen Musik. Ein Seminar bei John Cage war ihr auch in späten Jahren noch sehr inspirierend gegenwärtig.

 

Aspekte lebendiger Gestaltung

Einblicke in Designergebnisse von »Typografie intensiv«

Gegen Ende des Seminars »Typografie intensiv« werden Aufgaben und eigene Ansprüche immer größer. Was intensiv erfahren und erprobt wurde wie Schriftwahl, Raster, Farbstimmung und Komposition fließen in den Projekten zusammen. Dabei sind die Arbeiten der einzelnen Teilnehmer sehr unterschiedlich. Jeder bringt eben auch seine eigene gestalterische »Biografie« mit. Diese Vielfalt wird angenommen, denn im Seminar wird nicht nach einem vorgefassten Gestaltungsbild unterrichtet.

 

Lesen und Lesevorbereitung

Die typografische Regel ist ein scheues Reh. Texte zur Typografie

Die These: Eine wesentliche Aktivität beim Lesen liegt in der Vorbereitung.

Lesen ist Arbeit, diese soll flüssig vonstatten gehen. Arbeit will vorbereitet werden – will strukturiert, organisiert sein, damit sie auch zu Ende gehen kann. Wird Arbeit geplant, nennt man das Arbeitsvorbereitung. Man schlägt ein Buch auf, schaut die ersten Seiten an. Dabei stellen sich die Fragen: Was ist los im Buch? Was steht wo? Was muss ich zuerst lesen? Was kann warten? Was ist wichtig, was unwichtig? Was lese ich linear, was muss ich studieren, vergleichen, nachschauen. Gibt es Verzeichnisse, wo muss ich sie einbinden? Welche Elemente kommen vor: Tabellen, Grafiken, Marginalien? Die typografischen Maßnahmen werden ermittelt. Die visuellen – typografischen – Reize werden bestimmten semantischen Bedeutungen zugeordnet und abgespeichert. Man weiß nun, wie die Überschrift aussieht oder dass ein Kolumnentitel zu erwarten ist. Man lernt die typografischen Maßnahmen und benutzt sie für spätere Prognosen: Nun erwartet man konkrete Formen für konkrete semantische Textarten.

Wie schön! oder Zu viel des Guten?

Gedanken zur Bielefelder Bibel

Wie schön!, war mein erster Gedanke beim Auspacken der Bielefelder Bibel. Kein Leichtgewicht, aber angemessen für ein Werk von Gewicht, und so austariert, dass die haltende Hand beim Lesen weiß, dass sie ein bedeutendes Buch hält. Ein angenehmer Leineneinband, fühlt sich echt an, angenehmes Papier und ein Seitenformat mit Platz.

Wirklich ästhetisch ansprechend. Dieses Buch unterstützt den Gestus des Lesens (ein besonderer Dank gebührt hier Klaas Huizings Ästhetischer Theologie fürs Augenöffnen).

Rollen oder Schlagen?

Überlegungen zu einer Grundaufgabe der Typografie
Mögen Sie den Film »Casablanca«? Wenn nicht, nehmen Sie für die folgende Überlegung einen Film, den Sie mögen. Gesetzt den Fall Sie möchten sich noch einmal die Szene mit dem berühmten Satz »Ich schau dir in die Augen« ansehen. Was tun Sie? Suchen Sie das Zitat im Internet und geben in der Videosteuerung des Films die genaue Position 1:33:39 (oder 1:37:41 je nach Fassung) ein, um exakt diesen Spruch zu Gesicht zu bekommen? Nein? Sie steuern stattdessen grob den Schluss des Films mit der Szene an und lassen sich erneut vom Filmgeschehen in Bann ziehen – und entdecken, dass der Satz doch ein wenig anders fällt, als in Ihrer Erinnerung? Und außerdem haben Sie inzwischen fast 20 Minuten des Films erneut angeschaut? Dann sind wir beim Thema. Rollen oder Schlagen.

Das ewige Buch: Die Bibel

Standards zum Wesentlichen

Typografie der Bibel im 20. und beginnenden 21. Jahrhunderten
Bibel und Typografie sind zwei Begriffe, die seit Jahrhunderte miteinander verschränkt sind. Für die Typografie bedeutete das mit dem Beginn des Druckens die »B 42«, die 42-zeilige Bibel, die Johannes Gutenberg in seiner Werkstatt gedruckt und herausgebracht hatte. Seitdem ist die Typografie der Bibel immer wieder Thema von Verlegern und Typografen.

Buchbesprechungen

Gorbachs Besprechungen von Büchern über Typografie, Gestaltung, Design und verwandte Bereiche finden Sie aktuell im Blog der tgm:  http://www.tgm-online.de/tgm-blog

 

Besprochene Bücher in den »Vier Seiten« der tgm finden Sie unter yumpu.com, archiv.tgm.online.de
(Ausgabenummer in Klammern)


Abdullah Rayan: Corporate Kosten (21)
Abdullah, Rayan: Piktogramme und Icons (28)
Aebi, Jean Etienne: Einfall oder Abfall (24)
Albers, Reinhard: Typocards (43)
Amelunxen/Appelt/Weibel: Notation (40)
Aynsley, Jermy: Grafik Design in Deutschland (14)
Bachmann, Ulrich: Farbe und licht (30)
Baines/Haslam: Lust auf Schrift (20)
Berzbach, Frank:Kreativität aushalten (43)
Bohatsch, Walter: Continnuosly (34) 

Typografie in der Wissensvermittlung

Was macht sie besonders?

Typografie ist ein sehr komplexes mitunter hochaufwendiges Geschäft. Die Anforderungen erwachsen aus der großen Bandbreite der Texte und den Anforderungen, die diese stellen. Um das zu erläutern, versuche ich eine Übersicht der Texte nach typografischer Komplexität. Dazu beschreibe ich einige grundsätzliche Aspekte der Typografie, um dann am Ende erläutern zu können, warum angemessene Typografie so sehr auf hochausgebildete Experten angewiesen ist.

Drei Buchlieblinge

Standards zum Wesentlichen

Es gibt Bücher, die schon lange meine Arbeit begleitet haben. Deren Inhalt waren für neue Erkenntnisse sehr wichtig. Aber diese Vertrautheit ist geblieben. Drei dieser wunderbaren Bücher stelle ich hier vor. Es sind tatsächlich »Standards« der Typografie und Gestaltung. 

War die Neue Typografie wirklich so neu?

Ein neuer Blick auf die 1920er Jahre

Beim Begriff »neuer Typographie« denken wir an Tschichold, bauhaus und das weitere Umfeld. War das in der Zeit der 20er Jahre wirklich so dominant und tatsächlich bestimmend? Liest man beispielsweise in den Biografien von großen Verlegern des 20. Jahrhunderts oder befasst sich mit der Geschichte der Druckereien so ergibt sich ein differenzierteres Bild. Wer war bestimmend für den Typographischen Stil dieser Zeit? Müssen wir umdenken?

Studien zur Typografie

Abschlussarbeiten im Seminar »Typografie intensiv«

Praxis und Theorie kommen sich in der heutigen Aus- und Fortbildung immer näher. Deren Notwendigkeit ist vielleicht nicht so neu. Doch erweist sich gerade dies für »betonte« Praktiker sehr schnell bei der intensiven Beschäftigung mit einem Detailbereich aus der Gestaltung oder dem nachhaltigen »Studieren« eines Themas.